Donnerstag, 6. August 2009 11:36
Mätressen (französisch “maitresse” = Meisterin)
Nach dem Mittelalter war es z.B. für einen französischen König üblich, neben einer Ehefrau eine oder mehrere Mätressen zu unterhalten.
Mätressen waren die öffentlich bekannten Geliebten Hochadliger, Fürsten bzw. anderer bekannter Amtsträger. Die meisten Ehen dieser Männer wurden vorrangig aus politischen, finanziellen oder materiellen Interessen geschlossen. Die Mätresse (oder auch Konkubine – Beischläferin) hatte häufig die durchaus intimere, privatere und engere Beziehung zu den Männern. Oft führte es sogar soweit, dass diese Begleitdamen an einen gewissen gesellschaftlichen und politischen Einfluß gelangten. War der Herr ihnen einmal ergeben, konnten Sie seine Entscheidungen beeinflussen.
Diese “frühen Escortdamen” wurden von Ihren Geliebten reichlich entlohnt. Nicht selten gar mit einem Adelstitel.
Zu dieser Zeit benutzte man den Begriff der Mätresse in der Umgangssprache als Synonym für eine Geliebte.